Wenn die Produktion eines Werbevideos für Sie noch nach Klischees aus Filmen und Werbe-Ratgebern klingt, ist dieser Beitrag genau richtig. Wir zeigen, wofür Unternehmen Videos einsetzen, wo sie gezeigt werden, wo man sie in Auftrag geben kann — und wie sie tatsächlich entstehen.
Warum Videowerbung wichtig ist
Verkauf
Fast jede Art von Videowerbung zielt letztlich auf den Verkauf ab — doch ein Format erfüllt diesen Zweck am direktesten: der klassische Werbespot. Er dreht sich um Rabatte, Aktionen oder die größten Stärken eines Produkts — kurz: um alles, was den Wunsch weckt, möglichst schnell zuzugreifen. Gleichzeitig wird deutlich mehr Branding gezeigt, damit klar ist, bei wem gekauft werden soll.
Solche Spots enthalten meist einen Demo-Teil, in dem das Produkt in Szene gesetzt wird — etwa eine makellose Zahnpasta-Welle in Großaufnahme. Reicht das Budget, kommt zusätzlich eine kreative Rahmenhandlung mit Story, Darstellern und Bühnenbild hinzu, oder das Ganze wird mit 3D-Grafik umgesetzt.
Image
Das Besondere an Imagevideos: Sie handeln von Ihnen — nicht in erster Linie von Ihren Produkten oder Leistungen (auch wenn diese durchaus vorkommen dürfen). Sie prägen die Wahrnehmung eines Unternehmens. Inhalt und Umsetzung können dabei ganz unterschiedlich aussehen: Mit Infografiken lassen sich Zahlen und Fakten erzählen, oder es entsteht ein atmosphärischer Film mit Schauspielern. Entscheidend ist, dass er Stimme und Haltung der Marke widerspiegelt.
Solche Videos unterscheiden sich von klassischen Werbespots vor allem in zwei Punkten: Erstens durch die Länge — je nach Kontext zwischen einer und fünf Minuten, während der Standard für Werbespots bei rund 30 Sekunden liegt. Zweitens durch die emotionale Tiefe — denn um im Gedächtnis zu bleiben, reichen nackte Zahlen und Fakten allein nicht aus.
Präsentation
Dieses Format richtet sich an ein bereits interessiertes Publikum. In Meetings und im Geschäftsverkehr hilft es dabei, ein Unternehmen oder ein neues Produkt vorzustellen. Auf Konferenzen sorgt es für mehr PR-Wirkung. Und auf Websites sowie in sozialen Medien stärkt es das Vertrauen in die Marke.
Um Informationen wirkungsvoller und verständlicher zu vermitteln, kommen in solchen Videos neben echtem Filmmaterial häufig auch 2D- und 3D-Animationen zum Einsatz.
Schulung
Hier ist die Sache klar: Schulungsvideos sollen etwas vermitteln. Die Beispiele reichen weit — Kunden lernen, ein Produkt zu bedienen, Mitarbeiter interne Abläufe, Dienstleister die eigenen Arbeitsstandards.
Entscheidend bei Schulungsvideos ist vor allem eines: Klarheit. Berücksichtigen Sie dabei das Niveau Ihres Publikums — kennt es Ihren Fachjargon, und wie tief steckt es bereits in den Prozessen?
Mitarbeitergewinnung
Image wird nicht nur für Kunden aufgebaut, sondern auch für potenzielle neue Kolleginnen und Kollegen. Ziel eines Recruiting-Videos ist es, die Vorzüge des Unternehmens zu zeigen und die Arbeit im eigenen Team attraktiv zu machen. Es wird an Bewerber verschickt, auf Jobportalen veröffentlicht, auf Konferenzen gezeigt sowie in sozialen Medien und auf der eigenen Website platziert.
Wie Werbevideos entstehen
Mit einer Agentur
Etappen der Produktion
- Briefing mit der Agentur: Gemeinsam wird das Ziel definiert und die nötigen Informationen zusammengetragen.
- Präsentation und Auswahl der Drehbuchidee — die gesamte Pre-Production.
- Dreh.
- Post-Production: Schnitt, Farbkorrektur, Vertonung und mehr. Auch das übernimmt die Agentur — Sie geben lediglich Ihr Feedback.
- Ausspielung des Contents auf den gewählten Kanälen.
Vorteile
- Die Agentur hilft nicht nur beim Dreh, sondern holt auch die maximale Wirkung aus dem Video heraus
- Kein zusätzlicher Aufwand und kein Fachwissen im Videomarketing nötig
- Eingespielte Teamarbeit führt zu einem hochwertigeren Ergebnis — das zahlt auf Ihr Image ein
Nachteile
- Teurer als Eigenproduktion oder Freelancer
- Der gründlichere Ansatz kann mehr Zeit in Anspruch nehmen
Als Freelance-Projekt
Etappen der Produktion
- Briefing zusammenstellen. Da die Spezialisten getrennt voneinander arbeiten, muss jedem Einzelnen die Vision klar vermittelt werden — bereiten Sie deshalb genaue Referenzen und ein ausführliches Briefing für alle Beteiligten vor.
- Passende Fachleute finden: Drehbuchautor, Art Director, Kameramann, Regisseur, Editor — ergänzt um Schauspieler und Sprecher, je nach Bedarf.
- Arbeit mit jedem Beteiligten schrittweise kontrollieren und abstimmen.
Vorteile
- Günstiger als eine Agentur
- Hochwertiger als in Eigenregie
Nachteile
- Risiko, an unzuverlässige Auftragnehmer zu geraten
- Zeitaufwand für Suche und Abstimmung mit jedem Spezialisten
- Erfahrung in Video und Teamkoordination nötig, um alle Etappen zu steuern
- Geringere Qualität im Vergleich zur Agentur
In Eigenregie
Jeder Videotyp und jede Produktionsphase hat ihre eigenen Besonderheiten und Stolpersteine. Ohne Erfahrung im Videomarketing wird das Ergebnis daher fast immer schwächer ausfallen als bei einem Freelancer oder einer Agentur.
In Eigenregie lassen sich Videos realisieren, bei denen es nicht auf höchste Qualität ankommt — etwa ein Video über den Arbeitsalltag für den internen Newsletter. Ein Spot fürs Fernsehen wird auf diesem Weg dagegen kaum gelingen.
Etappen der Produktion
- Briefing für sich selbst oder das interne Team erstellen, damit jeder weiß, was zu tun ist.
- Idee entwickeln, Drehbuch und Drehplan festhalten. Damit am Drehtag kein Chaos entsteht, sollten Sie vorab wissen, was im Bild passiert, wie sich die Kamera bewegt und welche Einstellungsgrößen gewählt werden.
- Equipment mieten oder mit dem Smartphone drehen.
- Video in einfachen Programmen wie iMovie schneiden und bearbeiten.
Vorteile
- Günstiger als Freelancer oder Agentur
Nachteile
- Schwächere Aufnahme- und Schnittqualität, was sich auf das Image auswirkt
- Eigenständige Einarbeitung in Konzeption, Aufnahmetechnik, Schnittprogramme und mehr nötig
Egal für welchen Weg Sie sich entscheiden — bei AdoreEmail übernehmen wir als Familienunternehmen für Filmproduktion den gesamten Prozess für Sie: vom Briefing über den Dreh bis zur letzten Schnittfassung. So sparen Sie sich die Risiken von Freelancer-Koordination und Eigenproduktion und erhalten dennoch faire, transparente Konditionen.